In unserem letzten Blogartikel haben wir über Probleme alter Software gesprochen und dass es oft noch Kunden gibt, die auf Ihren alten Versionen bleiben, obwohl die letzten Jahre eine deutliche Verbesserung und viele neue Features in der Notes Domino Schiene gebracht haben. Bei den Problemen ging es um Themen wie Bugs, Inkompatibilitäten, Sicherheitslücken und der mögliche Frust für Anwender aufgrund von Performance-Limitierungen. Als kleinen Zusatz zum letzten Artikel wollten wir noch anmerken, dass die im Oktober diesen Jahres erschienene Windows Version 11 erst ab Notes 11.0.1 FP4 unterstützt wird. Genaueres könnt ihr unter dem entsprechenden HCL Support-Artikel hierzu nachlesen.

 

In unserem heutigen Folgeartikel zum Thema „Warum es sich lohnt auf Domino 12 upzudaten“ möchten wir nun auf die in den neusten Versionen vorhandenen Verbesserungen, insbesondere der am 15.12. veröffentlichten Version 12.0.1, eingehen.

Wie bereits erwähnt erscheinen, seitdem HCL mit der Notes Domino Version 10 (released in 10/2018) die Weiterentwicklung der Software übernommen hat, regelmäßig neue Versionen. Im Dezember des Folgejahres kam z.B. die Version 11 heraus, die Version 12 im Mai 2021.

Seitdem wurden viele alte Begrenzungen aufgehoben:

Abbildung 1: Begrenzungen der alten Notes Domino Versionen (Quelle: HCL)

 

U.a. hebt die mittlerweile verwendete On-Disk Structure (ODS) 55 viele Datenbank-Limitierungen der alten Versionen auf und erhöht beispielsweise die maximale Datenbankgröße von 65 auf 256 GB, die maximale Anzahl an Ordnern die im Mailfile erstellt werden können um das 50 Fache und die maximale Anzahl von Einträgen in der Access Control List um das 70fache.

Abbildung 2: Aufhebung alter Datenbanklimitierungen (Quelle: HCL)

Auch die grundsätzliche Performance (u.a. bei der Suche und der Replizierung) hat sich verbessert: Die Suchanfragen in Datenbanken laufen deutlich schneller und solider. Ein kaputter Volltextindex wird z.B. sowohl auf Client als auch Server automatisch wiederhergestellt und Domino erstellt automatisch eine Top 10 Ansichten-Liste für eine deutlich bessere Suchperformance: Domino trackt dabei die Aktualisierungs- und Lesevorgänge von Ansichten, berechnet permanent die 10 aktivsten Ansichten und weist automatisch zusätzliche Aktualisierungs-Threads zu.

Bei der Domino Replizierung hat sich die Art und Weise verbessert, wie man mit Replizierungsfehlern umgehen kann: Hier gibt es z.B. neue Befehle fürs Troubleshooting. Bei Replizierungsfehlern ist es normalerweise häufiger nötig, die Replizierungshistorie zu löschen, wobei natürlich jedes Mal auch diagnostische Daten verloren gehen. Dies ist nun nicht mehr nötig, wenn man den -F Befehl zur vollständigen Replizierung (siehe Abb. 2) nutzt. Auch beim Domino Cluster hat sich u.a. die Performance durch die verwendete Streaming Cluster Replizierung und das Replication Currency Monitoring, bei dem die Aktualität aller Replicas in sehr kurzer Zeit gelistet und verglichen werden, deutlich verbessert.

Abbildung 3: Domino Replizierung (Quelle: HCL)

 

Neu hinzugekommen ist auch der Zertifikatmanager. Dieser ermöglicht eine vollständige Automatisierung für die Anforderung, Konfiguration und Erneuerung von kostenlosen, weiterhin vertrauenswürdigen TLS-Zertifikaten der Zertifizierungsstelle „Let’s Encrypt“. Der Zertifikatmanager kann auch mit anderen Drittanbieter Zertifizierungsstellen verwendet werden.

Abbildung 4: Certificate Manager (Quelle: HCL)

 

Zum Thema Webauthentifizierung gibt es u.a. die Neuerung, dass man sich mit den neueren Versionen nun mit seinem Webbrowser gegen das Passwort und die Notes ID in der ID-Vault authentifizieren kann, statt dem Internet-Kennwort, welches sich im Personendokument befindet. Zudem wurde die Möglichkeit der Multifaktor-Authentifizierung beim Anwendungslogin per Webbrowser eingeführt.

Abbildung 5: Neuerungen Webauthentifizierung (Quelle: HCL)

 

Und dies sind nur einige der vielen neuen Features. Zur Version 12 haben wir bereits jeweils einen Artikel zu den Themen Client-Neuerungen und Server-Neuerungen geschrieben.

Pünktlich zum gestrigen Release möchten wir euch aber natürlich auch ausgewählte Features der neuen Version 12.0.1 vorstellen. Eine vollständige Liste und Beschreibung aller Features von Notes 12.0.1 und Domino 12.0.1 findet ihr unter dem entsprechenden HCL Link:

 

Neuerungen in Notes 12.0.1:

- Mail: „Wiederherstellen und Löschen“-Funktion, um aus einem Mailarchiv eine Mail wiederherzustellen und aus dem Archiv zu löschen; reduzierter E-Mail-Header für eine größere Textfläche.

Abbildung 6: Reduzierter Mailheader (Quelle: HCL)

 

- Kalender: Konten von Diensten wie GoToMeeting, Teams, WebEx, Zoom und Sametime können über DOMI (Domino Online Meeting Integration) registriert werden – siehe hierzu den HCL Artikel zum „Einbinden eines Online-Meetings“; übersichtlicheres Kalenderlayout

Abbildung 7: Neues Kalenderlayout (Quelle: HCL)

 

- Arbeitsbereich: 32x32-Symbole haben anstatt dem weißen, nun einen transparenten Hintergrund bekommen; Neuer Symbolzusatz für Symbol bzgl. mehreren Replicas hinzugefügt; zudem haben Standard-Datenbanken von HCL, wie das Mailpostfach, Lesezeichen oder Kontakte jetzt ein modernes 64x64-Pixel-Symbol. Benutzerdefinierte Datenbanken haben weiterhin ein 32x32-Pixel-Symbol

Abbildung 8: Neuerungen Symbole im Arbeitsbereich

 

Neuerungen in Domino 12.0.1:

- Sicherheit: verbesserter Certificate Manager; Sicherung von Server-IDs per NSL (Notes Shared Login);

- Installation: Verbessertes One-Touch-Setup

- Integrierte Suche von Benutzern im Active Directory

- Verbesserung von Backup- und Wiederherstellungs-Funktionalität

- verbesserter Entitlement Tracker: erleichterter Export der Berechtigungsübersicht; der Default-Eintrag wird nicht als Berechtigung berücksichtigt

 

Wenn ihr nun die neuen Features nutzen möchtet, könnt ihr die neuste Notes Domino Version (natürlich mit entsprechender aktiver Softwarewartung) im Flexnet herunterladen. In unserem Blogartikel zum HCL Software-Download- und Lizensierungsprozess findet ihr unter dem Punkt 4 eine Anleitung zum HCL Software Download. Wie ihr euch im Flexnet Portal registriert, könnt ihr im entsprechenden HCL Artikel zu diesem Thema nachlesen.

Falls ihr Unterstützung beim Update braucht, ruft uns gerne an unter 05251-288160 oder schreibt uns eine Mail an info@itwu.de.

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