Die letzten beiden Wochen Home-Office haben mir mal wieder vor Augen geführt, wie großartig Notes/Domino doch ist. Auch wenn die ITWU sich mittlerweile auch in anderen Gefilden rumtreibt, Office 365 Anwendungen entwickelt und generell offener für andere Systeme wird, sind wir weiterhin der festen Überzeugung: wenn man offline arbeiten möchte bzw. muss, um Bandbreite zu sparen oder schlicht und einfach weil grad kein Netz vorhanden ist, ist Notes/Domino mit seiner Möglichkeit der Replizierung immer noch unschlagbar.

Da jetzt so viele Menschen im Home-Office arbeiten, werden nicht wenige Unternehmen Probleme mit der Überlastung ihrer Netzwerke haben, weil jeder Heimmitarbeiter von außen auf die Server zugreifen möchte bzw. muss (vielleicht kommt euch das Problem ja auch bekannt vor). Und wenn es dann auch noch nur eine begrenzte Anzahl an gleichzeitig zugelassenen VPN-Verbindungen gibt oder eine begrenzte Leitungskapazität zur Unternehmens-IT oder aber eine schlechte Netzwerk-Verbindung im Home-Office, kann es ziemlich schnell zum Zusammenbruch des Firmen-Netzwerkes kommen.

Wenn man sich allerdings einfach mal die (wirklich nur klitzekleine) Mühe macht, sich seine wichtigen Datenbanken als lokale Replik auf seinen Heimrechner oder Arbeitslaptop abzuspeichern, lassen sich solche Problem ganz einfach vermeiden. Dann arbeitet man problemlos auch ohne ständigen Zugriff auf den Server und repliziert seine Änderungen und Ergebnisse nur, wenn es notwendig ist – entweder wenn andere Mitarbeiter zeitnah darauf zugreifen müssen oder halt am Ende seiner täglichen Arbeit. Somit beschränkt man die notwendige Bandbreite auf ein Minimum und spart seiner Firma nebenbei auch noch enorme Kosten und Mühen, ihre überlasteten Netzwerke zu verstärken, zu sichern oder nach dem Zusammenbruch wieder aufzubauen.

Abb.1: Eine lokale Replik erstellt ihr, indem ihr im Arbeitsbereich auf die Kachel der entsprechenden Anwendung einen Rechtsklick macht und „Replizierung -> Neue Replik“ auswählt.

 

Abb.2: Im folgenden Fenster wählt ihr im Feld „Server“ die Option „Lokal“ aus und bestätigt mit „OK“.

 

Abb.3: Nach erfolgter Replizierung erscheint in dem Drop-Down-Menü der Anwendungskachel neben den Serverrepliken nun auch die Option „Local“. Jetzt fehlt nur noch ein Doppelklick auf die Kachel und schon öffnet sich eure lokale Replik.

 

Abb.4: Um eure Ergebnisse und Änderungen sofort replizieren zu können, geht ihr auf die beiden Pfeile in der linken Seitenleiste eures Notes-Clients. Auf der Replizierungsseite wählt ihr dann die Option „Jetzt starten“ und schon rollt die Replizierung los.

Und hier noch die passende Anekdote aus unserem Home-Office, die mich zu diesem Beitrag inspirierte:

Während meiner Elternzeit hatte ich bereits genug Gelegenheit, mich an mein Home-Office zu gewöhnen. Dass aber unser kleines Arbeitszimmer mit miserablem WLAN-Empfang auf einmal zum 2-Mann/Frau-Büro wurde, war für mich auch eine ganz neue Erfahrung. Da mein Mann (dessen Firma leider nicht mehr HCL Notes/Domino einsetzt) und ich uns zurzeit zwecks Kinderbetreuung mit unseren Arbeitszeiten abwechseln, hatte ich gar nicht gemerkt, dass mir der Schuft in der Vormittagsschicht mal wieder mein LAN-Kabel geklaut hatte, als ich mich nachmittags an den Rechner setzte. Warum auch? Trotz ständig abbrechenden WLANs konnte ich problemlos meine Tickets bearbeiten, in unserem Knowledge-Management recherchieren und unser nächstes Personalmeeting vorbereiten, weil ich die entsprechenden Datenbanken standardmäßig lokal auf meinen Rechner repliziert habe. Erst als ich dann zwecks erweiterter Recherche das Internet zur Rate ziehen musste, fiel mir die Missetat meines Mannes auf. Mein Chef war sicher dankbar darüber, dass ich so lange gearbeitet hatte, ohne auch nur ein einziges Mal auf unsere vielbeschäftigten Server zugreifen zu müssen.

Wenn ihr mehr über HCL Notes/Domino und seine Möglichkeiten des Offline-Arbeitens erfahren möchtet, ruft uns einfach an unter 05251-288160 oder schreibt uns eine Mail an info@itwu.de.

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